Nordic Walking Zentrum Ortenau
Nordic Walking im Schwarzwald und Offenburg

Am 3. Juli wird das Wegenetz für die Trendsportart im Rebland um Offenburg eingeweiht

BADISCHE ZEITUNG:
OFFENBURG. Am Sonntag, 3. Juli, 11 Uhr ist es so weit. Dann wird Oberbürgermeisterin Edith Schreiner das Nordic-Walking-Zentrum Ortenau auf dem Sportplatz von Rammersweier eröffnen. Aus den geplanten drei Strecken mit einer Gesamtstreckenlänge von rund 30 Kilometer sind mittlerweile acht Strecken mit einer Gesamtlänge von rund 50 Kilometer geworden.

Hinter der Bezeichnung Nordic-Walking-Zentrum verbirgt sich ein speziell für diese Trendsportart geeignetes Wegenetz auf den Gemarkungen Rammersweier, Zell-Weierbach, Fessenbach und Durbach mit Informationstafeln zu Streckenverlauf, Höhenprofilen und Schwierigkeitsgraden – von Blau für leicht über Rot für mittel bis Schwarz für schwer – sowie Aufwärm- und Gesundheitstipps. Getragen wird das Projekt vom Skiclub Offenburg, dessen stellvertretender Vorsitzende Dieter Roth die Idee hatte und der auch die Stadt Offenburg dafür begeistern konnte. Bürgermeister Jopen half bei der Umsetzung und bei der Partner- und Sponsorensuche. Partner waren bei der ersten Vorstellung des Projekts im Januar der TuS Rammersweier, der TV Zell-Weierbach und der Eisenbahnersportverein (ESV). Sponsoren sind die Gmünder Ersatzkasse, die Medienkrankenkasse U-Media, der Betreiber der Staufenburgklinik Durbach, Mediclin, nach denen einzelne Strecken benannt sind, sowie die Stadt Offenburg.

Möglich geworden ist das gestern stolz verkündete Wachstum des Projekts durch einen zusätzlichen Sponsor, den Tourismusverband Naturpark Schwarzwald Mitte/Nord, und durch die Tatsache, dass mit Durbach eine weitere Gemeinde mit ins Boot gestiegen ist. Auf Partnerseite zugestiegen ist der TuS Durbach, der wie die anderen Sportvereine Kurse zum Erlernen der Nordic-Walking-Technik anbieten will. Durch die neuen Partner konnten zusätzliche Strecken hinzugenommen werden. So kamen zwei Strecken auf der Gemarkung Durbach dazu, dessen Bürgermeister Toni Vetrano hofft, das finanzielle Engagement seiner Gemeinde durch noch zu findende Sponsoren abfedern zu können. Kosten entstehen durch neun Informations- und vier so genannte Pulstafeln, die Hinweise zur Pulskontrolle (zu hoch oder zu niedrig) geben und durch die Messungen zur Klassifizierung des Streckenprofils, die Ralf Roth, Sportprofessor von der Uni Köln, vorgenommen hat, sowie durch die Beschilderung. Insgesamt schlagen die Kosten des Unternehmens mit mehr als 20000 Euro zu Buche. „Dafür schaffen wir aber auch einen schönen Mehrwert“, sagt Bürgermeister Christoph Jopen, der gestern bekannte, dass er, der als ehemaliger Jogger die Sportler mit den Skistöcken einst belächelte, mittlerweile vom Nordic-Walking-Saulus zum Nordic-Walking-Paulus bekehrt sei: „Man kann beim Nordic Walking genauso wie beim Joggen unter Dampf kommen, wenn man Tempo macht. Muss man aber nicht.“

In den Wäldern von Rammersweier, die durch die Austragung der Mountainbike Challenge mittlerweile eine beliebte Trainingsstrecke für Querfeldeinrennfahrer geworden sind, hat man darauf geachtet, dass Walker und Biker sich möglichst nicht ins Gehege kommen.

Interessanter Link zu Nordic Walking im Schwarzwald